Campo de´ Fiori - das Leben in seiner Fülle„Auf dem Campo de´Fiori ist Markt. Aus Obst- und Gemüseständen, aus Gebinden von Reseden und Sträußen von Gladiolen erhebt sich, grünspanüberzogen, das Denkmal für Giordano Bruno, der hier im Jahre 1600 bei lebendigem Leib verbrannt wurde. … Unter spitziger Kapuze schaut er auf zwei geschlachtete Spanferkel herab, die hier am Haken eines Metzgerstandes hängen.“ Ludwig HarigDie Piazza Campo de´ Fiori bietet keine architektonischen Meisterleistungen, ist aber sicher einer der lebendigsten Plätze in Rom. Jeden Vormittag – außer sonntags - kann man hier einen der ältesten Märkte Roms erleben. Blumen, Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch – hier gibt es alles, was das Herz begehrt – und das seit dem 15. Jahrhundert.
Seinen Namen hat der Markt allerdings von der verlassenen Wiese, zu der dieser Platz im Mittelalter geworden war. Auch im antiken Rom war dies keine vornehme Gegend; hier standen wohl die Stallungen der verschiedenen Mannschaften, die an den Pferderennen auf dem Circus Maximus teilnahmen.
Im 15. Jahrhundert beschossen die Päpste, dieses Terrain neu zu erschließen. Zu diesem Zweck ließen sie neue Zufahrtsstraßen bauen. Bald blühte und gedieh der Platz; der Platz diente als Markt, Versammlungsort, Forum für Diskussionen und für wichtige Verlautbarungen. Die Piazza war auch ein wichtiges Zentrum für Handwerker – dies bezeugen die Namen der Straßen, die auf den Campo de´ Fiori führen, z.B. die Straße der Hutmacher, der Koffermacher und Armbrustmacher.
Auch Hinrichtungen fanden hier jedoch statt. Ein Denkmal in der Mitte des Platzes, um 1900 errichtet, erinnert an die Verbrennung des Philosophen Giordano Bruno im Jahre 1600.
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