Luxus pur - die Caracalla Thermen

Thermen des Caracalla
Bauzeit:
206 – 216 n. Chr.
Bauherren: Septimius Severus, Bauabschluss unter Kaiser Caracalla
Fläche: ca. 100.000 m², 330 x 330 m

Die Caracalla-Thermen waren ein, wie wir heute sagen würden, gigantisches Bade- und Freizeitzentrum. Ob warmes oder kaltes Einzelbad oder riesige Schwimmbecken, ob feuchtes oder trockenes Schwitzbad, Gymnastik- oder Fitnessräume – alles war möglich. Die Römer konnten aber auch in den Bibliotheksräumen studieren oder in den Konferenzräumen Vorträgen lauschen. Die gepflegten Gartenanlagen luden zu Spaziergängen ein; im Mithräum konnte man dem Kult der Mithras frönen. Und wer wollte, konnte danach in den kleinen Geschäften noch einkaufen oder zum Friseur gehen.
Und während all dieser Vergnügungen umgab die Römer ein heute kaum noch vorstellbarer Luxus. Riesige Hallen mit mächtigen Pfeilern und Säulen und enormen Kuppelkonstruktionen boten Platz für 1500 Besucher und Badegäste. Kostbarer Marmor, bunte phantasievoll ausgeschmückte Mosaiken und verspielte Freskenmalereien verzierten Fußböden und Wände.

Auch heute geben die mächtigen Ruinen noch einen hervorragenden Eindruck von der Größe der Anlage. Den prachtvollen Marmor, die Malereien und Mosaiken müssen wir uns allerdings dazudenken. Heute sind die Caracalla-Thermen in den Sommermonaten die eindrucksvolle Kulisse für Opern- und Ballettaufführungen des Teatro dell´Opera di Roma.