steigende Zuwanderung Die Zahl der in Italien lebenden Ausländer wächst weiter stark an. Für das Jahr 2006 registrierte ISTAT 3,7 Millionen legal in Italien lebende Ausländer. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme um 20 %.
Den deutlichsten Anstieg verzeichnet dabei die Gruppe der Rumänen. Innerhalb eines Jahres hat sich die Zahl der in Italien lebenden Rumänen verdoppelt. Sie sind mit 556.000 nun die größte ethnisiche Gruppierung unter den Zuwänderern. Danach folgen die Marokkaner mit 387.000 (Vorjahr 294.000) und die Albaner mit 381.000 (Vorjahr 316.000) Personen. Auch die Zahl der Ukrainer hat sich noch einmal verdoppelt, und zwar von 93.000 auf 195.000. Aus China stammen 186.000 Immigranten (Vorjahr 111.000).
Der Ausländeranteil steigt damit von 4 % auf 6,2 % und liegt damit inzwischen über dem EU-Durchschnitt von 5,6 %. Italien gehört damit zu den drei EU-Staaten mit dem höchsten Ausländeranteil. Die Ausländer lassen sich vor allem dort nieder, wo es Arbeit gibt. Fast 60 % leben in Norditalien, knapp 27 % in Mittelitalien und nur 14 % im Süden. Spitzenreiter ist die Region Lombardei mit 850.000 dort lebenden Zuwanderern.
1.350.000 arbeiten als Angestellte, vor allem in der Industrie (30 %) und im Dienstleistungssektor (50 %). 140.000 sind selbständig und nur 127.000 sind arbeitslos gemeldet. 700.000 Frauen aus den verschiedenen Zuwanderungsländern arbeiten als Haushaltshilfe oder in der privaten Alten- und Krankenpflege.
Der Präsident der Republik Italien begrüßt ausdrücklich die steigende Zuwanderung. "Ohne die Einwanderer", so Napolitano in einer Botschaft an die Caritas, "gäbe es kein Wirtschaftswachstum." In der Tat, die Immigranten tragen mit 6,1 % zum BSP bei. Napolitano lobt die zunehmende Integration in Italien; er sieht die Zuwanderer fest verwurzelt in der italienischen Arbeitswelt, aber auch in Schule und Studium.
Bericht: Oktober 2007; Stat. Daten 2006.
Einwanderungsland Italien. Auch in Italien wächst die Zahl der Einwanderer. Auf der italienischen Halbinsel leben derzeit 2,8 Millionen Ausländer; dies entspricht etwa 5 % der Bevölkerung (zum Vergleich: Deutschland 7,3 Mio.). Stärkste Gruppe sind inzwischen die Albaner (316.000), gefolgt von Marokkanern (294.000), Rumänen (248.000), Chinesen (111.000) und Ukrainern (93.000).
Das stärkste Wachstum innerhalb der letzten drei Jahre konnten die Ukrainer verzeichnen - von 9.000 auf 93.000. Mehr als verdreifacht hat sich die Zahl der Rumänen (75.000 - 248.000). Und die Zuwanderer aus China konnten ihren Anteil immerhin verdoppeln (47.000 - 111.000).
Die Einwanderer zieht es vor allem dort hin, wo es Arbeit gibt. 63,5 % leben im Norden Italiens, 24 % in Mittelitalien und nur 12,5 % im Süden. Besonders anziehend sind die großen Metropolen wie Rom (340.000, ca. 10 % der Bevölkerung) und Mailand (300.000).
Bericht: Oktober 2006
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