für die Besten: la scuola superioreZu den Besonderheiten der italienischen Hochschullandschaft gehören die „scuole superiori“.
Die Scuola Normale Superiore di Pisa, die Scuola Superiore S. Anna di Pisa und die Scuola Internazionale Superiore di Studi Avanzati di Trieste können bereits auf eine längere Tradition zurückblicken. Drei weitere „scuole superiori“ in Catania, Lecce und Pavia befinden sich noch im Aufbau und warten auf die staatliche Anerkennung.
Bei uns gibt es keine vergleichbaren Einrichtungen. Mit der Förderung von Elitehochschule hat man jedoch auch in Deutschland begonnen, einzelne Hochschulen intensiver zu fördern. Doch die "scuole superiori" in Italien sind in ihren Aktivitäten und Angeboten eher den colleges der Universitäten Cambridge und Oxford vergleichbar. Ihre Aufgabe ist es, besonders begabte Studierende zu fördern. Die Studenten sind an den staatlichen Universitäten eingeschrieben und folgen dort dem normalen Studienbetrieb. An den „sucole superiori“ nehmen sie jedoch an zusätzlichen Kursen teil, die einer besonders hohen wissenschaftlichen Qualifikation verpflichtet sind. Das Bildungsangebot bemüht sich um eine besonders intensive Verbindung von Lehre, Forschung und Berufsvorbereitung. Damit erreichen sie ein Niveau, an das die Massenuniversitäten in aller Regel nicht herankommen können.
Die Absolventen der „scuole superiori“ genießen in Italien einen hervorragenden Ruf. Sie können mit besten Berufsaussichten rechnen, nicht zuletzt aufgrund der vielen Verbindungen zu „Ehemaligen“, zu denen viele Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik gehören. Die „scuola superiore“ in Trieste hat eine etwas andere Zielsetzung. Sie ist sehr forschungsorientiert und fördert Nachwuchswissenschaftler aus dem Bereich der Naturwissenschaften, bevorzugt aus der Physik.
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