Im Oktober dreht sich in Rom alles um Kino und Film. Vom 13.-21. Oktober feiert Rom zum ersten Mal die "Festa del Cinema Internazionale" mit vielen Filmstars und Sternchen aus aller Welt.

Nicole Kidman eröffnet das Festival am 13. Oktober. Sie spielt die Hauptrolle in "Fur" von Steven Shaining. Ein Gewinner steht bereits fest: Sean Connery erhält den Darstellerpreis für sein Lebenswerk. Harrison Ford wird einen der begehrten Preise übergeben. Der renommierte italienische Regisseur Ettore Scola ist der Vorsitzende der Jury.

16 Filme konkurrieren in der Hauptreihe um die begehrtesten Preise des Festivals, die in den Kategorien "bester Film", "beste Hauptdarstellerin" und "bester Hauptdarsteller" vergeben werden. Auszeichnungen gibt es außerdem für den besten Dokumentarfilm, für den besten italienischen Darsteller und den besten Schauspiel-Agenten.

Im Hauptprogramm läuft "The Departed", der neue Film von Martin Scorsese mit Jack Nicholson, Leonardo DiCaprio e Matt Damon. "La sconosciuta" (Die Unbekannte) von Oskar-Preisträger Giuseppe Tornatore erzählt die Leidensgeschichte einer aus der Ukraine stammenden Immigrantin, die versucht, in Italien Fuß zu fassen.

Weitere Filme:

"Il segreto" von Roberto Andò 
"The Hoax" von Lasse Hallström mit Richard Gere
"Le Concile de Pierre" von Guillaume Nicloux mit Catherine Deneuve und Monica Bellucci
"N - Ich und Napeleon" von Paolo Virzì mit Monica Bellucci und Daniel Auteuil; "The Namesake von di Mira Nair

Doch auch das Rahmenprogramm hat viele Highlights zu bieten. Drei große Ausstellungen würdigen das Schaffen der großen italienischen Regisseure Roberto Rossellini, Luchino Visconti (jeweils 100. Geburtstag) und Bernardo Bertollucci. Drei außergewöhnliche Konzerte schaffen den würdigen Rahmen. Ricardo Muti gibt sich bereits am 12.10. im Teatro dell´Opera die Ehre. Der Altmeister der Filmmusik Ennio Morricone dirigiert am 14.10. das Orchester der Accademia Santa Cecilia im Auditorium. Den Schlusspunkt setzt Antonio Pappado am 21. Oktober.

Am 19.10. feiert die Filmstadt Cinecittà unter dem Motto "Il cinema va di moda" die Verbindung von Kino und Mode. Den krönenden Abschluss der Feierlichkeiten bietet dann ein Fest im Stile Fellinis im Teatro 5 von Cinecittà - in genau jenem Saal, in dem Federico Fellini die meisten seiner Filme gedreht hat.

Im Vorfeld des römischen Filmfestes gab es jedoch auch Streit und Polemik. Benötigt Italien neben dem Filmfestival in Venedig wirklich ein zweites großes Filmfest? Und können beide Festivals auch in dieser zeitlichen Nähe - Venedig im September, Rom im Oktober - nebeneinander bestehen? Nun, das Filmfest in Rom ist mit dem üppigen Budget von 12 Millionen Euro ausgestattet; damit lässt es sich gut leben. Venedig dagegen hat nur ein - zuletzt gekürztes - Budget von 8,5 Millionen. Zudem gibt es in Venedig Probleme mit der nicht mehr zeitgemäßen Infrastruktur. Und für den Bau eines neuen großen Filmpalastes gibt es dort weder den benötigten Raum noch die notwendigen Finanzmittel.

Walter Veltroni, Bürgermeister der ewigen Stadt, ist davon überzeugt, dass beide Festivals gut miteinander leben können. Das Filmfest Rom, die "Festa  del Cinema Internazionale" muss in den neun Tagen im Oktober ein Gesicht, ein Profil gewinnen. Lassen wir uns überraschen.

www.romacinemafest.org