Während der ersten fünf Schuljahre besuchen die Schüler eine scuola primaria (Grundschule oder Primarschule). Ab einem Alter von 5 ½ Jahren ist die Einschulung möglich.
In einer ersten zweijährigen Stufe lernen die Schüler Lesen, Schreiben und Rechnen. Auch Kenntnisse in einer Fremdsprache werden bereits von der ersten Klasse an vermittelt. In den darauf folgenden drei Jahren wird der Lehrplan immer vielseitiger.
Der Stundenplan sieht 27 bis 30 Wochenstunden von je 60 Minuten vor (Deutschland 23 – 25 zu je 45 Minuten). Unterrichtstage sind Montag bis einschließlich Samstag. Zahlreiche Schulen bieten auch Nachmittagsunterricht an, so dass insgesamt sogar 40 Wochenstunden erreicht werden. Grundschullehrer in Italien habe eine Unterrichtsverpflichtung von 24 Wochenstunden; die Schüler haben daher nicht nur einen Klassenlehrer. Meist unterrichten drei Lehrkräfte zwei Klassen. In den ersten fünf Schuljahren erhalten die Schüler keine Noten. Im Jahreszeugnis hält der Lehrer jedoch seine Beobachtungen über den allgemeinen Leistungsstand fest. Die Motivation, Fortschritte und Kenntnisse des Schülers werden beschrieben. Die Zeugnis soll ein möglichst genaues Bild von der Persönlichkeit des Schülers vermitteln. Die bis vor kurzem noch übliche (staatliche) Abschlussprüfung zum Ende der Primarschule wurde 2003 abgeschafft. Die Schülerinnen und Schüler wechseln nun ohne Prüfungsstress direkt an die scuola secondaria di I grado (Sekundarstufe I), landläufig scuola media (Mittelschule) genannt.
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