Online-Banking in Italien

Online-Banking – da bleiben viele Italiener zunächst vorsichtig und skeptisch. Doch die Zahl der Nutzer steigt langsam aber beständig an. Inzwischen gibt es mehr als 10 Millionen Konten, die online geführt werden. Im Vergleich zum vorangegangenen Halbjahr bedeutet dies eine Steigerung um 7 Prozent.

Dennoch bleibt die Akzeptenz des Online-Bankings im Vergleich zu anderen europäischen Ländern relativ gering. Nur 9 % aller Italiener nutzen die Möglichkeiten des Online-Bankings; in den nordeuropäischen Ländern liegt der Anteil um die 60 %.

Viele Italiener fürchten sich vor den Risiken des Online-Bankings. Diese Sorge ist eigentlich unbegründet, denn auch die italienischen Banken haben in den vergangenen Jahren viel in ausreichende Sicherheitssysteme investiert. Dabei spricht vieles für das Internetbanking; denn so lassen sich zumindest die zum Teil stundenlangen Wartezeiten an den Schlangen vor den Schaltern vermeiden.

Doch vielleicht liegt es ja auch an den Kosten, denn im Gegensatz zu vielen anderen Ländern fallen für das Online-Banking oft zusätzliche Gebühren an. Durchschnittlich 31 Euro sind dafür jährlich an Gebühren zu entrichten.

Online-Überweisungen hingegen sind in der Regel kostenlos; für normale Überweisungen sind bei vielen Banken bis zu 3 Euro fällig, abhängig vom Überweisungsbetrag.  

Damit sind die italienischen Banken bei den Gebühren für die Kontoführung Spitzenreiter in Europa. Nirgends sonst in Europa ist ein Girokonto so teuer wie in Italien. Bei Service und Qualität bestehen allerdings viele Mängel.