Palazzo Della Cancelleria
Lage: Corso Vittorio Emanuele Bauherr: Kardinal Raffaele Riario, Scarambo Mezzarota Architekten: Andrea Bregno, Bramante Baustil: Renaissance Bauzeit: 1483 - 1517
Der Bau des Palastes markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der Stadt Rom. Im 15. Jahrhundert lag das Zentrum von Kunst und Kultur zunächst in Florenz – getragen von der Macht der Medici. Das Papsttum war noch durch die lange Krise geschwächt – das Abendländische Schisma und das Exil der Päpste in Avignon wirkten noch nach. Der Bau des Palazzo war wichtig für die Emanzipation Roms – unter architektonischen und städtebaulichen Aspekten. Der Palast diente zunächst als Sitz der Päpstlichen Kanzlei und für die Regierung des Kirchenstaates.
Der riesige Palast füllt einen gesamten Straßenzug aus. Die äußeren Fassaden gelten als beispielhaft für die Baukunst der Renaissance. Klare, geometrische Figuren und einheitliche Gliederungen prägen das Bild des Palastes.
Hervorzuheben im Innern des Palastes ist die Sala die Cento Giorni (Saal der hundert Tage). Der große Raum wurde von Vasari und seinen Gehilfen 1546 dank seines Könnens in nur hundert Tagen ausgemalt. Michelangelo meinte dazu nur: „Man sieht´s.“
Die alte Kirche San Lorenzo in Damaso, bereits 380 n. Chr. errichtet, wurde nach gründlichem Umbau in den Palazzo einbezogen und erhielt ein neues Portal in dessen Fassade.
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