Piazza del PopoloDie Piazza del Popolo ist der ideale Ausgangspunkt für einen ersten Rundgang durch die Stadt. Es gibt keine bessere Stelle, um ein erstes Gefühl für die Stadt zu bekommen.
Die Porta del Popolo
Generationen von Kaufleuten, Künstlern und Staatsmännern, feindliche Armeen und Ströme von Pilgern gelangten durch dieses Tor in die Stadt, u.a. auch Martin Luther, der damals in einem Augustinerkloster direkt an der Piazza Quartier bezogen hatte.
Das Tor wurde wurde neu errichtet, um einen wichtigen diplomatischen Handstreich des Papstes zu feiern, die Ankunft der Königin Christina von Schweden, die sich vom Protestantismus zum katholischen Glauben bekehrt hatte. Die innere Fassade des Tores stammt von Bernini – Verschmelzung von Lebendigkeit und würdevoller Gelassenheit.
Die Piazza
Auf der anderen Seite des Platzes stehen zwei fast identische Kirchen. Von hier aus führen drei Straßen in die Innenstadt, die Via del Babuino, die Via del Corso und die Via di Ripetta. Damit entstand ein Netzwerk neuer Durchgangsstraßen, das die notwendige Voraussetzung für das Ziel der Widerbelebung dieses Stadtviertels bildete. Und bald schon gab es erste Steuererleichterungen für ausländische Künstler, die sich hier ansiedelten.
Kein anderer Platz veranschaulicht das Talent, verschiedene Stilrichtungen zu einer harmonischen Einheit zu verschmelzen. Es sollte drei Jahrhunderte dauern, bis der Platz seine endgültige Gestalt gefunden hatte. Der Obelisk wurde im 16. Jh. hier aufgestellt. Danach gestaltete Bernini das Tor neu. Zur gleichen Zeit entstanden die fast theatralisch wirkenden Zwillingskirchen. Die Gestaltung des Platzes wurde im frühen 19. Jh. im neoklassizistischen Stil abgeschlossen. Der römische Architekt Valadier legte seinen Brunnen an, fügte am Obelisken einige Statuen hinzu und fasste das Rund des Platzes mit niedrigen Gebäuden und Rampen ein und perfektionierte so die architektonische Symmetrie des Platzes.
Das Juwel des Platzes
Die unauffällig wirkende Kirche S. Maria del Popolo ist das eigentliche Juwel des Platzes. Sie ist eine der drei Caravaggio-Kirchen. Hier gibt es einige seiner Hauptwerke zu bewundern, u.a. die „Bekehrung des Hl. Paulus“ und die „Kreuzigung des Hl. Petrus“; außerdem Werke von Raffael und Bernini.
Der Obelisk
Der Obelisk im Zentrum des Platzes ist 3300 Jahre als und wurde von Kaiser Augustus von Ägypten nach Rom gebracht und auf dem Circus Maximus aufgestellt. Dort lagen seine Trümmer, bis Sixtux V. ihn hier im 16. Jh. neu errichten ließ.
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