Mutter und Haupt aller Kirchen



San Giovanni ist die Bischofskirche des Papstes. Dies macht seit dem Bau der Basilika im 4. Jahrhundert ihre Bedeutung aus.  Mit der Inschrift an der Hauptfassade erhebt die Basilika den Anspruch, „Mutter und Haupt aller Kirchen der Stadt und des Erdkreises" zu sein. Schon 313, nach dem Sieg des Kaisers Konstantin über Maxentius begann man auf dem Grundstück der Laterani mit dem Bau einer großen Kirche. Sie wurde die erste der vier Patriarchalbasiliken vor Sankt Peter, Sankt Paul und Santa Maria Maggiore und ist damit die wichtigste der sieben Pilgerkirchen (dazu gehören noch Santa Croce in Gerusalemme, San Sebastiano und San Lorenzo fuori le Mura).

Jahrhunderte lang war die Kirche Residenz der Päpste und ihr natürlicher Bischofssitz. Immer wieder wurden Anbauten und Ausbesserungen vorgenommen, bis man im 16. und 17. Jahrhundert an einen Neubau ging. Die Vorhalle des Querhauses, das Innere der Kirche und die Hauptfassade wurden vollkommen neu gestaltet.

Die Anordnung einer Basilika (Vorplatz, Vorhalle, fünfschiffiges Langhaus, Querschiff mit Altar und Apsis) wurde von den neuen Baumeistern respektiert.

Die Fassade ist das Meisterwerk des Alessandro Galilei (um 1735) mit 15 sieben Meter hohen Figuren.

Das Innere der Kirche, das 130 Meter lange Hauptschiff wurde von Borromini gestaltet. 4,25 m hohe Apostelfiguren schmücken die Nischen. Bemerkenswert ist auch die prächtige Holzdecke aus dem 16. Jahrhundert.

Im Innern der Kirche befinden sich zahlreiche Gräber verschiedener Päpste, unter anderem das Bronzegrab von Papst Martin V., auf das die Römer einem Brauch folgend Münzen werfen.

weiter - Santa Maria Maggiore >>>





Ort der Ruhe

Unbedingt sehenswert ist der schöne Kreuzgang aus dem 13. Jahrhundert.












Baptisterium


Das Baptisterium, dessen Bau schon im 4. Jahrhundert von Kaiser Konstantin angeordnet wurde, ist die älteste Taufkirche der Christenheit und diente vielen ähnlichen Bauten als Vorbild. Die Kapelle Johannes des Täufers hat die Bronzetür aus dem 5. Jahrhundert bewahrt. Interessant ist der Vergleich mit der mittelalterlichen Bronzetür der gegenüber liegenden Kapelle  des Evangelisten Johannes, die von Künstlern aus Piacenza  geschaffen wurde.