San Sebastian

Auch San Sebastian gehört zu den sieben Pilgerkirchen Roms. Zunächst war sie den Aposteln Petrus und Paulus geweiht. Die Basilika wurde bereits im 3. Jh. über alten Friedhöfen und Katakomben errichtet. Die Überlieferung berichtet, dass während der Zeit der Christenverfolgungen unter den Kaisern Decius und Valerian die Gebeine des Heiligen Petrus und Paulus hier aufbewahrt wurden. Auch der Leichnam des Heiligen Sebastian soll hier bestattet worden sein. 

Anziehungspunkt für Touristen und Pilger sind jedoch vor allem die Katakomben von San Sebastian - kilometerlange Gänge, die unter dem Kirchenbau ihren Ausgangspunkt haben. Die unterirdischen Gräber unter der Basilika sowie drei kostbare römische Grabhäuser wurden teils im 13. Jh., teils erst im 17. Jh. freigelegt. Bei den Ausgrabungen entdeckte man außerdem die Fundamente der frühchristlichen Basilika und einiger römischer Wohnhäuser. Zahlreiche Tonscherben mit den Inschriften der Namen Petrus und Paulus sprechen dafür, dass hier wirklich die Gebeine der beiden Heiligen hier aufbewahrt wurden. 

Zahlreiche Funde aus den Grabanlagen belegen die frühchristliche Symbolsprache – der Anker als Zeichen der Hoffnung, die Taube als Symbol des Friedens, das Lamm als Verweis auf den Opfertod Jesu und schließlich der Fisch. Dessen griechische Bezeichnung I-CH-TH-Y-S bildet die Anfangsbuchstaben für die griechischen Worte Jesus – Christus – Theou – Yios – Soter (= Jesus Christus, Sohn Gottes, Erlöser).