Deutsches Archäologisches Institut, Rom Das DAI wurde 1829 als Istituto di Corrispondenza Archeologica gegründet und ist damit das älteste auswärtige Kulturinstitut in Rom. Sein Forschungsgebiet sind die Archäologie und deren Nachbarwissenschaften in den Ländern der „Alten Welt" von Beginn der menschlichen Kultur bis etwa 800 n. Chr. Das DAI erschließt Monumente für die Wissenschaft, pflegt die Beziehungen zur internationalen Forschung, gibt wissenschaftliche Periodika und Monographien heraus und unterhält die größte altertumswissenschaftliche Bibliothek. Sie führt zahlreiche wissenschaftliche Projekte durch, derzeit z.B.: Grabungen in Selinunt, Pompeji, Ostia, Erforschung der Arena des Kolosseums.
Deutsches Archäologisches Institut Via Sardegna, 79 I - 00187 Roma Tel. +39 / 06 / 488 81 41 www.dainst.de
Deutsches Historisches Institut, Rom Das 1888 gegründete DHI ist ein Forschungsinstitut zur mittelalterlichen, neuen und neuesten Geschichte mit Schwerpunkten auf den deutsch-italienischen Beziehungen. Es verfügt über eine musikwissenschaftliche Spezialabteilung, die die musikgeschichtlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Italien und deren historischen Voraussetzungen erforscht. Das DHI vergibt Stipendien, hat eine große Fachbibliothek und ist Herausgeber zahlreicher wissenschaftlicher Veröffentlichungen. Das DHI vergibt Stipendien (v.a. im Rahmen einer Promotion) und Praktika an Studierende höherer Semester. Bewerbungen sind direkt an das DHI zu richten.
Deutsches Historisches Institut (DHI) Via Aurelia Antica, 391 I - 00165 Rom Tel. +39 / 06 / 66 04 92 - 1 www.dhi-roma.it
Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut, Rom Die Bibliotheca Hertziana, hervorgegangen aus der Stiftung von Henriette Hertz, wurde 1913 als Institut der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft für die Erforschung der italienischen Kunst der Nachantike und insbesondere der Renaissance und des Barock in Rom eröffnet. Diese beiden Perioden stehen bis heute im Mittelpunkt der Forschung und wurden bald durch einen dritten Schwerpunkt, die Kunst des italienischen Mittelalters, ergänzt. Während zunächst Michelangelo und Bernini sowie Quellenpublikationen zur römischen Kunst im Zentrum standen, wurde seit der Wiedereröffnung des Instituts nach dem zweiten Weltkrieg (1953) der Architekturgeschichte besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Mit der Einrichtung einer zweiten Direktorenstelle (1977) kamen auch die Bildkünste wieder verstärkt in das Blickfeld der Forschung. Das Programm der Hertziana ist jedoch nicht gattungsbezogen, sondern gilt der in Rom sowie in Mittel- und Süditalien entstandenen Kunst in toto, da von ihr immer wieder entscheidende Anregungen für die gesamte europäische Kunstgeschichte ausgingen. Die Biblioteca Hertziana ist sowohl hochangesehene Forschungs- als auch Aus- und Weiterbildungsstätte und besitzt eine umfangreiche Bibliothek zum Gebiet der italienischen Kunstgeschichte von der Spätantike bis zur Gegenwart. Sie vergibt Kurzstipendien für drei bis fünf Monate an Kunsthistoriker/innen im Museumsdienst.
Bibliotheca Hertziana Via Gregoriana, 28 I - 00187 Roma Tel. +39 / 06 / 69 99 31 www.biblhertz.it
Deutsche Akademie Villa Massimo, Rom Im Mai 2003 wurde die Villa Massimo nach längeren Umbau- und Renovierungsarbeiten wieder eröffnet. Die Villa Massimo liegt im Herzen der Stadt Rom. Hektik und Verkehrslärm vergisst man, sobald man einen Fuß in die weitläufige Parkanlage der Villa gesteckt hat. Die Deutsche Akademie Villa Massimo ist die größte und bedeutendste Einrichtung zur Förderung deutschler Künstler durch Studienaufenthalte im Ausland.. Das Villa-Massimo-Stipendium für bildende Kunst, Komposition, Archtiektur und Literatur wird alle zwei Jahre vergeben und umfasst einen sechs- bis zwölfmonatigen Aufenthalt an der Villa Massimo. Die Stipendiaten erhalten freie Unterkunft in den Wohnungen der Akademie und einen monatlichen Zuschuss von 875 €. Es können weitere Zuschüsse zu Reise-, Material- und Transportkosten sowie für die doppelte Haushaltführung gewährt werden. Die Bewerber sollten ihre Ausbildung abgeschlossen und bereits öffentliche Anerkennung gefunden haben. Außerdem dürfen sie im Dezember des Auswahljahres das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Ihre Bewerbungen richten die Künstler an das für die Kulturförderung zuständige Ministerium des jeweiligen Bundeslandes. Eine neue Konzeption soll das Ansehen der Akademie verbessern und das Haus stärker als bisher mit der römischen Kulturszene vernetzen. Der Direktor erarbeite gemeinsam mit den Geförderten ein individuelles Programm für den Aufenthalt in Rom. Dazu gehören auch Lesungen, Ausstellungen und der gezielte Aufbau von Kontakten mit italienischen Künstlern.
Adresse: Deutsche Akademie - Villa Massimo Largo di Villa Massimo, 1-2 I - 00161 Rom Tel. +39 / 06 / 44 25 93-1 www.villamassimo.de
Casa di Goethe Die Casa di Goethe ist die jüngste deutsche Kultureinrichtung in Italien. Sie wurde 1997 eröffnet und ist das einzige deutsche Auslandsmuseum. Das Casa di Goethe befindet sich mittem im Zentrum, in der Via del Corso, genau in der Etage, in der Goethe bei seinem Freund Tischbein von 1786 bis 1788 lebte. Dort ist die Dauerausstellung „Goethe und Rom“ zu besichtigen. Wechselnde Ausstellungen, zahlreichen Veranstaltungen und eine umfangreiche Fachbibliothek runden das Programm ab. Studierende können dort auch ein Praktikum absolvieren und die Besucher durch die Ausstellungen führen.
Casa di Goethe Via del Corso , 18 I - 00186 Roma Tel./Fax +39 / 06 / 32 650 412 www.casadigoethe.it
Kunsthistorisches Institut, Florenz Das Kunsthistorische Institut konnte 1997 in Anwesenheit von Bundespräsident Herzog und Staatspräsident Scalfaro sein 100-jähriges Bestehen feiern. Bibliothek und Fotothek des KHI gehören zu den international bedeutendsten Spezialsammlungen der italienischen Kunstgeschichte. Neben dem Ausbau dieser Bibliothek widmet sich das KHI der Erforschung der italienischen Kunstgeschichte vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart, der Pflege des internationalen wissenschaftlichen Austausches und der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. In jedem Herbst bietet das das KHI Studienkurse für deutschsprachige Studenten höherer Semester an. Teilnehmen können auch Absolventen und Doktoranden. Die Studienkurse bieten die Möglichkeit, sich intensiv mit einer Fragestellung aus dem Bereich der Kunstgeschichte auseinanderzusetzen – je nach Kurs unter topographischen, historischen oder auch gattungsspezifischen Aspekten. Kunsthistorisches Institut (KHI) Via Giuseppe Giusti, 44 50121 Florenz Tel. +39 / 055 / 24 91-11 www.khi.firenze.it
Villa Romana, Florenz Die Villa Romana geht auf eine Stiftung aus dem Jahr 1905 zurück und dient der Förderung von bildenden Künstlern. Die Förderung geschieht durch Vergabe von Stipendien und das Angebot von Wohnraum in der Villa Romana. Auch nichtdeutsche Künstler (Berufskünstler) haben die Möglichkeit, in Absprache mit der Leitung der Villa Romana dort 1-2 Monate kostenfrei zu arbeiten. Max Beckmann, Käthe Kollwitz, Ernst Barlach, Georg Baselitz, Markus Lüpertz, Ben Willikens und Michael Buthe zählen zu den bekanntesten ehemaligen Preisträgern der Villa Romana. Der „Villa Romana-Kunstpreis" ist der älteste deutsche zu vergebende Preis für visuelle Kunst.
Villa Romana e.V. Via Senese, 68 50124 Florenz Tel. +39 / 055 / 22 16 54
Deutsches Studienzentrum, Venedig Sitz des Deutschen Studienzentrums sind zwei Stockwerke des Palazzo Barbarrigo der 1566-1570 durch Bernardin Contin erbaut wurde. Blickfang und Prunkstück die 14 x 24 m große Terrasse zum Canal Grande hin. Im Innern sind einige schöne Räume des späten Cinquecento erhalten. Das Deutsche Studienzentrum Venedig ist eine interdisziplinäre Einrichtung, die Forschungen graduierter Wissenschaftler zu Venedig und Oberitalien fördert. So wird dem wissenschaftlichen Nachwuchs z.B. in den Bereichen der Byzantinistik, Geschichte, Kunstgeschichte, Literatur- und Musikwissenschaft, Medizin-, Rechts- und Wirtschaftsgeschichte ein Forschungsaufenthalt von bis zu zwei Jahren in Venedig ermöglicht. Auch Künstlerinnen und Künstlern, deren Arbeitsprojekte Bezüge zu Venedig aufweisen, bietet das Deutsche Studienzentrum Aufenthaltsmöglichkeiten. Deutsches Studienzentrum in Venedig Palazzo Barbarigo della Terrazza San Polo 2765/A I - 30125 Venezia Tel. +39 / 041 / 52 06 355 www.dszv.it
Villa Vigoni, Menaggio (Comer See) Im Februar 1983 vermachte Don Ignazio Vigoni Medici di Marignano seine Besitztümer in Loveno di Menaggio testamentarisch der Bundesrepublik Deutschland. Als Gegenleistung übernahmen die Republik Italien und die Bundesrepublik Deutschland, wie es im Testament festgelegt worden war, die Leitung und Finanzierung des Dialogforums und Forschungsinstituts, das dort entstehen sollte. Drei Jahre später wurde das italienisch-deutsche Zentrum Villa Vigoni gegründet, in dem Tagungen, Seminare und künstlerische Veranstaltungen stattfinden. Träger des Zentrums ist ein Verein, dem die Bundesrepublik Deutschland und Italien, einige Bundesländer und italienische Regionen sowie Einzelpersönlichkeiten aus beiden Ländern angehören.
Villa Vigoni Via Giulio Vigoni, 1 Loveno di Menaggio 22017 Menaggio (CO) Tel. +39 / 0344 / 36 111 www.villavigoni.it
|