BankenBanken - wie eine Festung
Bei einem längeren Aufenthalt in Italien lohnt es sich, ein Konto bei einer italienischen Bank einzurichten. Die Kontoeröffnung sollte unkompliziert sein, wenn man bereits seinen Wohnsitz bei der questura angemeldet hat. Manche Banken verlangen allerdings auch die Angabe einer Steuernummer. Überweisungen aus Deutschland brauchen acht Tage und länger, bis sie dem italienischen Konto gutgeschrieben werden. Gerade zu Beginn des Auslandsaufenthaltes sollte man daher ausreichend Bargeld und Reise-, beziehungsweise Euroschecks dabei haben. Mit der EC-Karte kann man an den Geldautomaten bis zu 500 € abheben. Die Gebühren dafür sind in den letzten Jahren geringer geworden. Durch die Einführung des Euro ist natürlich vieles einfacher und unkomplizierter geworden. Die Banken sind in der Regel von 9.00 – 13.00 Uhr und nachmittags von 15.00 – 16.30 Uhr geöffnet. Es gibt allerdings größere regionale Unterschiede. Die Banken sind teilweise festungsähnlich ausgebaut. Vor dem Gebäude steht meist bewaffnetes Wachpersonal. Um die Sicherheitsschleusen in der Bank ungehindert passieren zu können, muss man Metallgegenstände (z.B. Schlüsselbund, manchmal sogar Kleingeld...) im Schließfach deponieren. Leider sind lange Wartezeiten an den Schaltern fast die Regel – schließlich sind oft eine ganze Menge an Formularen auszufüllen. Italiener zahlen die Raten für die Miete, für die Hausverwaltung, Telefon, etc. oft persönlich ein. Daueraufträge sind zwar möglich, aber oft mit unverständlich hohen Gebühren verbunden. Am Monatsanfang und –ende sind die Warteschlangen deshalb besonders lange. Onlinebanking geht natürlich auch in Italien und auch die Einrichtung von Daueraufträgen kann viel Zeit und Nerven ersparen; für beide Dienstleistungen werden jedoch oft Extragebühren berechnet.
ShoppingSpaß beim Einkaufen
Bei den Öffnungszeiten der Geschäfte gibt es einige wichtige Unterschiede zu unseren Gepflogenheiten. Die genauen Öffnungszeiten zu beschreiben ist jedoch nicht leicht, da es auch in Italien noch einmal gewisse regionale Unterschiede gibt. Wenn man einige Zeit in Italien lebt, wird man die Einzelheiten schnell herausgefunden haben. Das Wichtigste in Kürze: • Um die Mittagszeit bleiben vor allem kleinere Geschäfte geschlossen. Durchgängig geöffnet haben in der Regel die großen Kaufhäuser, viele Supermärkte und Geschäfte im Stadtzentrum. • Am Samstag bleiben die Geschäfte meist auch bis 19.30, bzw. 20.00 Uhr geöffnet. • Auch sonntags öffnen viele Supermärkte, Einkaufszentren und Kaufhäuser ihre Tore – vor allem an den Sonntagen vor Weihnachten oder anderen wichtigen Festtagen. Am Sonntagmorgen sind auch die „edicola“, die Zeitungsläden und Kioske geöffnet. • Tankstellen im Stadtbereich bleiben nachts meist geschlossen. Tanken kann man dann unter Umständen mit Hilfe eines Tankautomaten. Man wählt den gewünschten Betrag aus und zahlt mit den entsprechenden Scheinen oder mit Kreditkarte. • Die Apotheken bieten – im Turnus – auch nachts und an Sonn- und Feiertagen ihren Service an. Bei den Apotheken kann man oft einen kleinen Kalender erhalten, in dem diese besonderen Servicezeiten für alle Apotheken im Stadtviertel aufgelistet werden. • Die Friseure haben – ähnlich wie bei uns – meist am Montagmorgen geschlossen.
Obst und Gemüse, Fisch und Fleisch, Käse und viele andere Nahrungsmittel kann man sehr gut auf den lebendigen Märkten kaufen. Die Auswahl ist groß, Obst und Gemüse sind meist frisch und in guter Qualität zu bekommen. Die Preise sind dort allerdings teilweise höher als in den Supermärkten. Günstig einkaufen kann man in den größeren Einkaufszentren (centro commerciale), die meist eher am Stadtrand liegen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln schlecht zu erreichen sind. Hat man selbst kein Auto, hilft nur eines: nette befreundete Autobesitzer fragen, ob man mal gemeinsam dort einkaufen kann. In Banken, beim Bäcker, an der Fleisch- oder Käsetheke im Supermarkt, bei Behörden, überall da wo es zu längeren Wartezeiten kommen kann, ist es üblich und notwendig, eine Nummer zu ziehen. Die Nummern helfen ungemein, die richtige Reihenfolge unter den Wartenden festzulegen und kleine Schummeleien zu vermeiden. Seit einiger Zeit gibt es in Italien auch die guten alten Bekannten aus Deutschland: wer will, kann bei Lidl, Obi und Mediamarkt (in Italien "mediaworld") einkaufen.
TabaccaioEine wichtige Institution ist in Italien der tabbaccaio. Man erkennt ihn schon von weitem am großen weißen T auf schwarzem Untergrund. Hier bekommt man neben Tabakwaren auch viele andere nützliche Dinge: • Briefmarken • Telefonkarten für öffentliche Telefone • meist auch prepaid-Karten für Mobiltelefone • Tickets für den öffentlichen Nahverkehr (Einzelfahrscheine, Tages-, Wochen- und Monatskarten) • die Steuermarken (marca bollo), die man oft für Dokumente oder Bescheinigungen bei Behörden benötigt
Telefonierengünstig telefonieren Italien hat die Ländervorwahl 0039. Bei der Ortsvorwahl ist die Null immer mitzuwählen. Auch bei Ortsgesprächen muss die Ortsvorwahl gewählt werden, bei Rom z.B. die 06. Bei Telefonaten in italienische Mobilfunknetze muss natürlich die Vorwahl des jeweiligen Betreibers gewählt werden, in diesem Fall ohne die Null, z.B. also 347. Die Einrichtung eines neuen Festnetzanschlusses ist mit etwa 200 € sehr teuer. Bleibt man nicht längere Zeit in Italien lohnt sich der Neuanschluss meist nicht. Handys (ital. „telefonino“) sind da oft eine gute Alternative. Für die öffentlichen Telefonkabinen benötigt man meist eine Telefonkarte. Münztelefone gibt es kaum mehr. Die Telefonkarten ( 5 oder 10 € ) gibt es beim tabaccaio, d.h. bei den Tabakgeschäften mit dem schwarzen „T“.
Auch in Italien ist der Markt im Bereich der Telekommunikation weitgehend liberalisiert. Telekom Italia hat für das Festnetz weiterhin eine marktbeherrschende Position. Die Unternehmensgruppe Wind sorgt aber für Konkurrenz in diesem Bereich und bietet für verschiedene Zielgruppen (Studenten, Singles, Familien) interessante Tarife an. Natürlich gibt es auch in Italien die Option, per call by call den jeweils günstigsten Anbieter für das Gespräch auszuwählen. Unter www.tariffe.it kann man durch eine relativ einfache Suchabfrage den besten Anbieter heraussuchen.
Die Italiener lieben Handys, das sie liebevoll telefonino nennen. In keinem anderen europäischen Land sind sie so verbreitet. Immer mehr Italiener verzichten sogar ganz auf einen Festnetzanschluss. Auslandsgespräche per Handy sind allerdings nach wie vor recht teuer. Für die Anmeldung benötigt man in der Regel einen festen Wohnsitz in Italien, oft auch eine Steuernummer. Nützliche Infos unter: www.tariffe.it www.telecomitalia.it www.tim.it www.wind.it www.omnitel.it
Internet surfen und suchen
Das Internet hat sich auch in Italien als wichtiges Medium durchgesetzt. Am bekanntesten bei uns ist sicher das Unternehmen Tiscali, das inzwischen auch bei uns seine Dienste anbietet. Unter www.tiscali.it findet man mit Sicherheit eine gute Startseite, um italienische Websites nach Schlagwörtern oder Informationen zu durchforsten. Auch www.virgilio.it und www.arianna.it sind gute und verlässliche Begleiter durch den Daten- und Info-Dschungel des italienischen Netzes. Empfehlen kann man auch www.iltrovatore.it und www.supereva.it. Natürlich gibt es in Italien auch die internationalen Suchmaschinen www.google.it, www.yahoo.it und www.altavista.it.
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