Mina Mina Anna Mazzini, * 25. März 1940 in Busto Arsizio bei Varese, Region Lombardei
Mina Discografie >>>
Mina ist ohne Zweifel eine der herausragendsten, begabtesten und auch erfolgreichsten Sängerinnen Italiens - und doch bei uns nur wenigen wirklich bekannt.
1000 Lieder, mehr als 100 Millionen verkaufte Alben - wer außer Mina kann schon auf solche Erfolge verweisen?
Ihre Stimme ist außergewöhnlich und umfasst ein riesiges Tonspektrum - drei Oktaven und sieben Halbtöne schafft sie. Manchmal klingt ihre Stimme tief und beinahe männlich, dann wieder schwingt sie sich empor zu atemberaubenden Höhenflügen.
Mina ist auch mysteriös. Seit 1978 hat sie sich zurückgezogen und gab seither kein einziges Konzert mehr. Ihre öffentlichen Auftritte sind selten, 2009 stand sie während des Sanremo-Schlagerfestivals für kurze Zeit auf der Bühne. Und 2001 gestattete sie einen Videomitschnitt ihrer Arbeit während der Aufnahmen im Tonstudio und veröffentlichte diesen im Web - 20 Millionen Nutzer sahen sich die entsprechende Seite an.
Ihre Karriere beginnt Ende der 50er Jahre in ihrer Heimatstadt Cremona. Dort gelingt es ihr, mit den damals dort erfolgreichen Gruppe Happy Boys einen ersten Auftritt zu arrangieren. Das Publikum ist von ihrer Stimme begeistert, ebenso wie einige Tage später, als sie einem damals berühmten Duo die Schau stiehlt und eine Zugabe nach der anderen fordert.
Mina ist eine Senkrechtstarterin. Schon mit Tintarella di luna erreicht sie im Januar 1960 erstmals Platz 1 der italienischen Charts. Wenig später nimmt sie zum ersten Mal am Schlagerfestival in San Remo teil.
Mit Il cielo in una stanza veröffentlicht sie kurz darauf einen ihrer auch heute noch bekanntesten Hits. Mit diesem Lied sucht sie auch den Erfolg im Ausland und veröffentlicht Versionen in spanischer (Cielo en casa), englischer (The world we love) und deutscher Sprache (Wenn du an Wunder glaubst). Ihr Fleiß ist enorm; innerhalb nur einen Jahres veröffentlicht sie 15 Singles.
Ihre Karriere errreicht damit in Italien einen ersten Höhepunkt. Ihr Foto ziert die Titelbilder der Zeitschriften, ihre Lieder sind täglich im Radio zu hören. Doch schon bald erlebt sie auch die Schattenseiten des Ruhms. Die Journalisten überbieten sich in erfundenen Geschichten und Affären über Mina. 1961 nimmt sie dann erneut mit zwei Liedern (Io amo tu ami und Mille bolle blu) am Schlagerfestival in San Remo teil und erreicht im Finale Platz 4 und 5, während ihre Konkurrentin Milva den Sieg davonträgt. Mina fühlt sich benachteiligt und schwört, nie mehr an einem Schlagerwettbewerb teilzunehmen.
1962 tritt sie mit großem Erfolg in Spanien, Frankreich und sogar in Japan auf. Im März 1962 tritt sie in der TV-Show Herzlichst, Ihr Peter Kraus auf und singt dort Heißer Sand, ein Lied, das ihr der Komponist Scharfenberger auf den Leib geschrieben hat. Heißer Sand wird sofort ein Riesenerfolg, erobert Platz 1 der Hitparade und bleibt 31 Wochen lang in den Charts. Die Single verkauft sich 1,3 Millionen mal und ist damit der erfolgreichste Song der italienischen Sängerin. In den folgenden Wochen erscheinen dann weitere Lieder für den deutschsprachigen Markt, unter anderem Fiesta brasiliana, Capitano, Mister Twist, Fremdes Land und Das haben die Mädchen gern, die sich alle unter den Top 50, zum Teil auch unter den Top 20 der Charts platzieren können.
In Italien erscheint 1963 das Lied Eclisse twist, Teil des Soundtracks zu Eclisse, dem neuen Film des Regisseurs Michelangelo Antonioni.
Fortsetzung folgt...
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