Nationalpark Foreste Casentinesi 
Region:
Emilia Romagna, Toskana 
Lage:
àuf halber Strecke zwischen Florenz
und Forlì; in der Mitte des Nationalparks liegt das Städtchen Bibbiena (ca. 10.000 Einwohner) 
Orte: Bagno di Romagna, Portico e San Benedetto, Premilcuore, Santa Sofia, Tredozio (jeweils Provinz Forlì-Cesena), Bibbiena, Chiusi della Verna, Poppi, Pratovecchio, Stia (Provinz Arezzo), Londa, San Godenzo (Provinz Florenz)
Größe: 368,43 km²
Gründungsjahr: 1993

Der Nationalpark Foreste Casentinesi, Monte Falterona e Campigna erstreckt sich auf einem weitflächigen waldreichen Gebiet im Grenzbereich von Emilia Romagna und Toskana. Zum Territorium des Nationalparks gehören viele Berge und Täler des Apennin, des Casentino (Provinz Arezzo) und ein Teil des Mugello im Norden von Florenz.

Die Waldgebiete des Nationalparks gehören zu den größten und besterhaltendsten Beständen Italiens und geben vielen Wildtieren wie Wölfen, Hirschen und Rehen sowie Wildvögeln wie dem Königsadler einen idealen Lebensraum. Hier finden sich auch noch größere Bestände von Edelkastanien.

Der Monte Falterona (1654 m) und der Monte Falco (1658 m) gehören zu den höchsten Bergen des Casentino; an den Hängen des Monte Falterona entspringt der Fluß Arno, der von hier aus in das knapp 50 km entfernte Florenz fließt. 

Die Leitung des Nationalparks bietet in insgesamt 11 Besucherzentren viele Informationen zum Territorium des Parks und seinen Besonderheiten an, natürlich auch zahlreiche Exkursionen und Trekkingtouren auf den alten verschlungenen Wegen und Pfaden des Parks.

Der Aufenthalt im Nationalpark lädt auch zu einer Reise in die italienische Geschichte ein. Schon Dante Alighieri erwähnt des öfterern das Städtchen Bibbiena. Und La Verna, das älteste Franziskanerkloster, wurde schon 1214 von Franz von Assisi als Einsiedelei gegründet. Franz von Assisi soll sich der Überlieferung nach auch in eine Felsenhöhle des Monte Penna zurückgezogen und dort einige Zeit gelebt haben. Hier soll der Heilige mit den Vögeln gesprochen haben und hier sollen sich auch erstmals im Jahre 1224 die Wundmale Christi an seinen Händen und Füßen gebildet haben. Wer auf den Spuren des Heiligen Franz wandeln möchte, kommt an La Verna nicht vorbei - das Kloster ist heute ein bedeutender Wallfahrtsort.

Sehr sehenswert ist auch Camaldoli, ebenfalls ein Kloster, gegründet um 1024 durch den heiligen Romuald, einem Benediktinermönch. Der mystische Ort liegt auf knapp 1000 m Höhe im Zentrum des Nationalparks. Kunsthistorisch interessant ist die Barockkirche mit Bildtafeln von Vasari und einem Kreuzgang aus dem Jahre 1543. Im Refektorium des Klosters befindet sich ein großes Ölgemälde von Pomarancio aus dem 17. Jahrhundert. Interessant sind auch der kleine Kreuzgang aus dem 15. Jahrhundert, die Bibliothek und die zum Kloster gehörende Apotheke mit antiken Möbeln und Vasen. 

Der Nationalpark Foreste Casentinesi bietet auch Freiwilligendienste für junge Leute an, z.B. die Teilnahme an der umfassenden Erfassung des Hirschbestandes im Nationalpark (Termin jeweils Ende September - bitte den genauen Zeitraum bei der Parkdirektion erfragen).

www.parcoforestecasentiesi.it