der Heilge ValentinSan Valentino hat eine erstaunliche Karriere gemacht. Neben dem Heiligen Nikolaus wird wohl kein anderer Heilger in aller Welt so verehrt wie er.
Der Heilge Valentin wurde wohl um 176 n. Chr. in Interamni, dem heutigen Terni (Umbrien) geboren und wirkte dort seit 197 als Bischof. Valentino soll in seiner Zeit als Bischof die Trauung zwischen einer jungen Christin und einem römischen Legionär vollzogen haben. Im Jahre 270 soll sich Bischof Valentin in Rom aufgehalten haben, um dort zu missionieren und den christlichen Glauben zu predigen. Kaiser Claudius II. erfuhr davon, ließ ihn festnehmen und forderte ihn auf, sich vom Christentum abzuwenden. Doch der Bischof bot dem Kaiser die Stirn und forderte umgekehrt von ihm, sich zum christlichen Glauben zu bekehren. Claudius II. ließ ihn frei, und Valentin konnte, auf Anordnung des Kaisers, bei einer adeligen Familie wohnen.
Unter Kaiser Aurelian, unter dessen Amtszeit die Christen weiterhin verfolgt wurden, kam es zu einem zweiten Konflikt mit der politischen Macht. Römische Soldaten nahmen ihn fest und brachten ihn vor die Mauern der Stadt, längs der Via Flaminia. Sie peitschten ihn aus und köpften ihn. Der 14. Februar 273 gilt als der Todestag des Heiligen Valentin.
Viele weitere Legenden ranken sich um das Leben des Heiligen. San Valentino soll viele Liebenden heimlich getraut haben. Auch die heute üblichen Blumengeschenke werden oft auf den Heilgen Valentin zurückgeführt. Auch er soll Blumen an die Liebenden verschenkt haben. Und, wie es sich für einen richtigen Heiligen gehört, schreibt man ihm auch eine Wunderheilung zu. Die blinde Tochter seines Gefängniswärters soll durch ihn wieder sehend geworden sein.
Andere Quellen berichten von einem weiteren Valentin, einem römischen Priester, der wohl zur gleichen Zeit gelebt hat und ebenfalls den Märtyrertod erlitten hat.
Die Feier des St.-Valetin-Tages geht auf das Jahr 496 n.Chr. zurück. Bis dahin feierte man in der römischen Welt gerne ein Fest der Liebe und der Fruchtbarkeit, das dem Gott Lupercus geweiht war. Die Namen der unverheirateten Männer und Frauen wurden in zwei Behältern gemischt. Ein Kind loste jeweils einem Jüngling eine noch ledige Frau zu.
Papst Gelasio I. wollte diesen Ritus durch einen christlich geprägten Festtag ablösen und erinnerte sich an den Heiligen Valentino, zu dessen Wirken wohl auch damals schon einige der um Liebe und Hochzeit kreisenden Legenden im Umlauf waren. Und seither feiert man am 14. Februar den Valentinstag.
Das Städtchen Terni in Umbrien feiert im Februar seine Heiligen mit Weltruhm gerne und ausgiebig. Mit Konzerten, Lesungen und Gesprächen rund um das große Thema Liebe. Natürlich mit dem Höhepunkt am 14. Februar, dem Valentinstag. Dann gastiert dort das Orchester des Maggio Fiorentino unter der Leitung von Stefan Anton Reck Werke von Mozart (Ausschnitte aus Nozze di Figaro und der Zauberflöte) und Beethoven (7. Sinfonie). "L´amore fa vivere" - "Liebe erweckt zum Leben" ist das Motto des Konzertabends.
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