Tempel der Vesta und Haus der Vestalinnen
Bauzeit: unter Kaiser Septimius Severus (193 – 211 n. Chr.) Lage: in der Mitte des Forum Romanum Geschichte: Viel ist von diesem Rundtempel mit seinen 20 schlanken Säulen leider nicht übrig geblieben. Sichtbar sind heute nur noch einige Säulenreste mit der Mauer der Cella dahinter. Im antiken Rom hatte der Tempel eine wichtige Funktion. Hier loderte das Heilige Feuer, das von den Vestalinnen – 6 Jungfrauen im Alter von 10 bis 14 Jahren, ausgewählt unter den vornehmsten Familien Roms – bewacht wurde. Am römischen Neujahrstag, dem 1. März, löschten die Römer jedes Feuer in ihren Wohnungen, um die Flamme dafür am „ewigen Feuer“ im Tempel der Vesta neu zu entzünden. An den Tempel der Vesta schloss sich direkt das Haus der Vestalinnen an, das aus einem großen Atrium, den Wohnungen der Priesterinnen und verschiedenen Wirtschaftsräumen bestand. Die Umrisse und zahlreiche Sockel für Statuen sind auch heute noch gut zu erkennen. Im Haus der Vestalinnen, so berichten römische Schriftsteller, soll sich auch das Bild der Pallas Athene befunden haben.
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