Vin Santo und Cantuccini - der kräftige Dessertwein und die knusprigen Mandelplätzchen gehören fast untrennbar zusammen. Vin Santo bedeutet "heiliger Wein" und ist eine große Spezialität der Toskana. "Santo" heißt er, weil er gerne als Messwein verwendet wurde und wird. Er kann aus verschiedenen Traubensorten hergestellt werden: Trebbiano, Malvasia und Grecchetto. Das besondere am Vin Santo ist, dass er nach der Ernte und nach strenger Auswahl der Trauben auf Strohmatten ausgelegt und von November bis März unter Dach gelagert wird. Danach fermentiert der Most mindestens 3-4 Jahre lang in kleinen Fässern; die Lagerung in Holzfässern ergibt einen besonders guten Geschmack. Meist wird er kräftig und süß, doch gibt es auch halbsüße (amabile) und trockene Varianten (secco). Am besten genießt man ihn nach dem Essen zusammen mit einigen Cantuccini, dem leckeren Mandelgebäck, das ebenso aus der Toskana stammt. Besonders gut schmeckt beides, wenn man die Cantuccini vorsichtig in den Vin Santo tippt!
Die Cantuccini kan man recht leicht auch selbst herstellen. Dazu benötigt man lediglich:
350 g Mandeln 500 g Mehl 360 g Zucker 2 Päckchen Vanillezucker 1 kleine Flasche Bittermandelaroma 1 Prise Salz 50 g Butter 3-4 Eier
Man häuft einfach Mehl, Zucker, Vanillezucker, Bittermandelaroma und Salz auf eine ausreichend große Arbeitsfläche. In der Mitte bildet man eine Mulde und gibt Butter und Eier hinein. Alle Zutaten verknetet man zu einem Teig. Erst am Schluß knetet man die Mandeln unter. Den Teig mit etwas Mehl zu einer Kugel formen und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Aus dem Teig lassen sich 10 - 12 Portionen bilden. Aus jedem Teil formt man dann eine etwa 25 cm lange Rolle. Das Backblech legt man mit Backpapier aus und legt die Rollen im Abstand von 8 cm darauf.
Im Backofen bei 200 °C (vorgeheizt) 10 - 15 min. backen, kalt werden lassen und dann schräg in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. Damit alle richtig knusprig werden, lässt man sie noch einmal bei 200° C 8 - 10 min. rösten. Wenn die Cantuccini schön goldbraun sind, sind sie fertig. Bevor man sie in einer geschlossenen Blechdoese aufbewahren kann, sollte man sie gut auskühlen lassen.
Das Ganze ist wirklich kinderleicht und schmeckt sooo gut! Am besten gleich ausprobieren!
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